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Ein Teich im Garten anzulegen beschränkt sich nicht nur auf die ästhetischen Aspekte des Projekts. Ein Teich bereichert die Biodiversität des Gartens und macht so das Leben von Insekten, Fischen, Fröschen sowie anderen Tieren und Pflanzen angenehmer, deren Überleben von diesem Wasserrückhalt abhängen könnte. Der Erfolg des Projekts hängt jedoch von der sorgfältigen Ausführung ab. Es ist daher besser, alle Vorkehrungen für das Gelingen zu treffen.
Den richtigen Standort wählen
Die Lage des Teichs im Verhältnis zu anderen Gebäuden auf dem Grundstück, auf dem er angelegt wird, ist entscheidend. Die Position des Bauwerks ermöglicht eine optimale Nutzung. Man sollte nicht vergessen, dass ein Teich kein Bauwerk ist, das man wie andere einfach versetzen kann. Deshalb ist es besser, gründlich darüber nachzudenken, bevor man beginnt. In der Regel orientiert man sich an den bereits auf dem Grundstück errichteten Gebäuden.
Auch das Vorhandensein von Feuchtgebieten oder Hängen auf dem Grundstück, an denen Regenwasser normalerweise stagniert, kann bei der Wahl des idealen Ortes für den Teich entscheidend sein. Der Grund ist einfach: Es ist leichter, solche Stellen als Wasserrückhalte zu nutzen, da ihre natürliche Beschaffenheit sie dafür prädestiniert.
Ein mehr oder weniger grasbewachsener Ort könnte ebenfalls ideal für einen Teich sein. Das Vorhandensein von Bäumen kann dem Projekt sehr zuträglich sein, solange sie nicht zu zahlreich sind. Man kann auch andere Überlegungen anstellen, zum Beispiel die Entfernung zwischen dem Teich und dem Verwendungszweck des Wassers. Es wäre unpraktisch, den Teich am anderen Ende des Grundstücks anzulegen und dann ständig hin- und herlaufen zu müssen, um das Wasser zu nutzen.
Ein Design, das die Biodiversität fördert
Der beste Teich ist der, dessen Eigenschaften das Leben vieler Arten ermöglichen. Ein teils grasbewachsener Teich hier und eine offene Wasserfläche dort erlauben es verschiedenen Tierarten, leichter zusammenzuleben. Gleiches gilt für die Tiefe. Ein tiefer Teich, der an einigen Stellen flacher ist, verbessert ebenfalls den Lebensraum der Tiere. Die Tiefe sollte in Stufen von 10, 30 und 50 cm angelegt werden. Man kann am Boden eine unregelmäßige Kontur der Ufer zeichnen, um die Biodiversität zu fördern. Es ist auch möglich, etwas Gras zu entnehmen und am Rand auszulegen.
Wie gräbt man das Loch?
Das ist eine Frage, die sich alle stellen, die ein solches Projekt starten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Man kann das Loch von Hand mit einer Schaufel ausheben oder eine Baggerschaufel verwenden. Die größte Herausforderung besteht jedoch darin, das Wasser zu halten und die Abdichtung des Lochs sicherzustellen, was nicht selbstverständlich ist. Deshalb greift man meist auf andere Methoden zurück.
Man kann einen vorgefertigten Kunststoffteich kaufen, den es in fast allen Geschäften gibt. Nach dem Ausheben des Lochs wird der Teich einfach eingesetzt. Der einzige Nachteil ist, dass diese Teiche relativ klein sind. Um dieses Problem zu umgehen, kann man Folien verwenden. Sie ermöglichen es, eine größere Fläche abzudecken. Die Anwendung ist einfach: Man gräbt das Loch, legt die Folie auf ein Sandbett und fertig.
Noch besser ist es, vor dem Auslegen der Folie eine Geotextilmatte auf das Sandbett zu legen, um das Eindringen von Wurzeln und anderem Gras zu verhindern. EPDM-Gummifolien mit einer Dicke von 1,14 mm sind am empfehlenswertesten. Man kann eine Erdschicht und einige Wasserpflanzen daraufsetzen, bevor man das Loch mit Wasser füllt. Die Tiefe des Lochs sollte 50 bis 80 cm betragen.
Wie füllt man das Loch mit Wasser?
Das ist die letzte Phase des Projekts. Am einfachsten füllt man das Loch mit Leitungswasser. Allerdings hat diese Methode den Nachteil, dass das Wasser mit für Mikroorganismen schädlichen Stoffen wie Chlor behandelt ist. Außerdem wäre es eine Verschwendung, Trinkwasser für diesen Zweck zu verwenden.
Für kleine Anlagen kann man auch Regenwasser nutzen, sofern es nicht für andere Zwecke reserviert ist. Oberflächenwasser scheint die beste Quelle für künstliche Teiche zu sein. Es bringt nützliche Mikroorganismen mit und fließt direkt in das Loch, ohne dass zusätzliche Arbeit nötig ist. Immer mehr Bauherren nutzen einen vorhandenen natürlichen Bach, um den Teich zu füllen. Sie leiten das Wasser einfach in das ausgehobene Loch um. Sobald der Teich voll ist, wird überschüssiges Wasser zurück in den Bach geleitet. Diese Lösung ist jedoch nur möglich, wenn sich in der Nähe ein Bach befindet. Es gibt noch eine letzte Möglichkeit, die jedoch aufwändiger ist: die Wiederverwendung von häuslichem Abwasser. Dafür ist jedoch die Installation einer Pflanzenkläranlage erforderlich, die genehmigungspflichtig ist.
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