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Der Name klingt unscheinbar – man könnte meinen, es sei eine ungewöhnliche Mischung aus Mülltonne und Aquarium. Doch hinter diesem etwas rustikalen Namen verbirgt sich eine uralte Praxis: Das Poubellarium wird seit Jahrtausenden in Asien und auf anderen Kontinenten verwendet, in Form von mit Wasser gefüllten Krügen ohne jegliche Filtertechnik, in denen kleine Fische und Pflanzen zusammenleben.
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In Europa, mit unseren stärkeren Temperaturschwankungen, empfiehlt sich ein Mindestvolumen von 100 bis 150 Litern Wasser, um eine stabilere Temperatur über die Jahreszeiten zu gewährleisten.
Nicht alle Becken sind gleich. Viele Kunststoffe sind für Fische giftig: Besser sind große Tonkrüge oder halbierte Fässer, die wasserdicht gemacht wurden.
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Diese Art von Behältern findet man auch im Gartencenter – vorausgesetzt, man wählt ein Geschäft mit einer Abteilung für Wasserbecken, die die einzige Garantie für ein wirklich geeignetes Material ist.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Ohne Filtersystem brauchen die biologischen Kreisläufe länger, um sich zu stabilisieren. Rechnen Sie mit mindestens 1 bis 1,5 Monaten, bevor Sie Ihre ersten Fische einsetzen.
Setzen Sie auf Sauerstoffpflanzen mit starker Filterwirkung, wie das Ceratophyllum demersum. Es ist seit jeher dafür bekannt, das Wasser von Teichen zu reinigen und entwickelt ein kräftiges Wurzelsystem, das überschüssige Nährstoffe effektiv aufnimmt.
Andere leicht zu findende Arten funktionieren ebenso gut:
Sie können Ihr Ökosystem auch mit untergetauchten Sauerstoffpflanzen bereichern, die für ihre Wirksamkeit bekannt sind:
Callitriche palustris, Ceratophyllum demersum, Egeria densa, Elodea canadensis, Hippuris vulgaris, Hottonia palustris, Hydrocharis morsus-ranae, Hydrocotyle vulgaris, Myriophyllum spicatum, Myriophyllum verticillatum, Potamogeton crispus, Potamogeton natans, Ranunculus aquatilis, Stratiotes aloides, Vallisneria gigantea.
⚠️ Hinweis: Crassula helmsii und Utricularia vulgaris können je nach Region Verkaufs- oder Pflanzbeschränkungen unterliegen – prüfen Sie die örtlichen Vorschriften, bevor Sie sie integrieren.
Setzen Sie Ihre Pflanzen in kleine, untergetauchte Körbe und bedecken Sie sie mit einigen Kieselsteinen oder noch besser mit Puzzolan: Dieses poröse Vulkangestein fördert die Entwicklung nützlicher Bakterien, die das Gleichgewicht Ihres Poubellariums unterstützen.
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Die Wahl der Fische ist wohl die wichtigste Entscheidung für den Erfolg Ihres Poubellariums. Ohne Filterung oder Wasserumwälzung sollten Sie auf kleine, robuste und anspruchslose Arten setzen.
Der japanische Medaka (Oryzias latipes) gilt oft als idealer Fisch für ein Außen-Poubellarium: klein (3 bis 4 cm), sehr robust, verträgt Temperaturschwankungen besser als der Guppy und kann sogar einen milden Winter überstehen, wenn das Becken nicht vollständig zufriert. Er ist bei Aquiflor in Nodebais erhältlich.
Der Guppy bleibt eine sichere Wahl, besonders wenn das Poubellarium vor Kälte geschützt ist (Wintergarten, Innenbereich, überdachte Terrasse): Es handelt sich um eine tropische Art, die stabiles Wasser bevorzugt, idealerweise zwischen 22 und 26 °C, und sich leicht vermehrt.
Einige Regeln, die Sie unabhängig von Ihrer Wahl beachten sollten:
Warten Sie nach dem Befüllen etwa drei Tage, bevor Sie Ihre Fische einsetzen, damit das Chlor sich natürlich abbauen kann.
Vermeiden Sie große Fische – insbesondere Goldfische, die für dieses Umfeld zu groß sind. Bevorzugen Sie stattdessen Guppys: Beginnen Sie mit nur 4 Exemplaren, damit sie Zeit haben, sich zu vermehren und sich allmählich an ihre neue Umgebung anzupassen.
Idealer Standort: Sowohl in Frankreich als auch in Belgien gedeiht ein Poubellarium am besten auf einer geschützten Terrasse. Im Winter verkümmern die Pflanzen und das Wasser kann an der Oberfläche gefrieren – Bedingungen, die Guppys im ungeschützten Außenbereich sehr schlecht vertragen.
Stellen Sie Ihr Poubellarium niemals in den Schatten: Die Pflanzen benötigen täglich ausreichend Licht, um eine stabile Temperatur zwischen Tag und Nacht zu gewährleisten.
Zwei einfache Reflexe, die Sie direkt bei der Einrichtung übernehmen sollten:
Denken Sie daran, regelmäßig Bakterien hinzuzufügen, um Ammoniak aus Fisch- und Pflanzenabfällen in verwertbare Stoffe umzuwandeln. Eine einfache Maßnahme, die direkt zur Gesundheit Ihrer Fische beiträgt.
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Guppys und Goldfische sind am besten für das Leben im Freien geeignet. Guppys vertragen Hitze gut, fürchten aber Kälte; Goldfische sind widerstandsfähiger gegenüber Temperaturschwankungen.
Guppys vertragen keine zu niedrigen Temperaturen. Sobald das Thermometer sinkt, sollte man sie hereinholen oder einen isolierten Winterunterschlupf bereitstellen.
Eine Regenwassersammelstelle, ein wasserdichter Pflanzkasten oder ein Behälter von 100 bis 300 Litern sind perfekt geeignet – wichtig ist ein ausreichendes Volumen und eine gute Belichtung.
Nein, genau das ist der Sinn: Ein Poubellarium funktioniert als autonomes Ökosystem, ohne mechanische Filterung oder Heizung, dank der sauerstoffspendenden Pflanzen und des natürlichen Gleichgewichts.
Eine gute Dichte an sauerstoffspendenden Pflanzen begrenzt auf natürliche Weise Algen, und ein leichter Schatten im Sommer reduziert die Verdunstung.
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